Posts Tagged 'Zukunft'

Review What´s next Symposium und Workshops Köln

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The Global Contemporary

Die Globalisierung als eine Phase geopolitischer Wandlung der Welt ist zugleich eine Wandlung der Kunst, ihrer Produktionsbedingungen und der Möglichkeiten ihrer Verbreitung und Präsenz. Zugleich stehen die KünstlerInnen und vor allem die Institutionen der Kunst – Großausstellungen, Museen, der Markt – vor der Frage, wie weit Kunst »global« gedacht werden kann und muss – und wie sich dies auf ihre eigenen Arbeitsweisen niederschlägt. Die Ausstellung The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 im ZKM Karlsruhe wird mittels dokumentarischer Materialien und künstlerischer Positionen untersuchen, wie die Globalisierung mit ihren dominanten Marktmechanismen einerseits und ihren Utopien der Vernetzung und Freizügigkeit andererseits auf die unterschiedlichen Sphären der Kunstproduktion und -rezeption einwirkt.

Ausstellungsthemen:
Jeder Versuch, den Prozess der Globalisierung in seiner Gesamtheit zu erfassen, kann heute nur schnappschussartig einen vorübergehenden Zustand abbilden. Um dieser Situation Rechnung zu tragen, wird »The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989« in mehreren thematischen Bereichen unterschiedliche Aspekte herausgreifen, wie u. a. 1989 und die Folgen, Zeitgenossenschaft, die Migration der Bilder, das Ende des kunstgeschichtlichen Kanons, Repräsentationsstrategien der Kunst, Kunst und Politik, Kunstmarkt oder Identitäten im Kunstsystem. Die künstlerischen wie dokumentarischen Untersuchungen und Darstellungen dieser Themenfelder sind im Sinne temporärer Ansichten eines sich in steter Bewegung befindenden Ganzen zu verstehen – und erlauben es, auch ihren eigenen Blickwinkel zur Diskussion freizugeben.

Teilnehmende KünstlerInnen (u. a.):
Bani Abidi, AES Group, Halim Al-Karim, Halil Altindere, Francis Alÿs, Rasheed Araeen, Kader Attia, Yto Barrada, Richard Bell, Guy Ben-Ner, Tamy Ben-Tor, Ursula Biemann, Michael Bielicky & Kamilla B. Richter, Zander Blom, Santiago Borja, Luchezar Boyadjiev, Ondrej Brody & Kristofer Paetau, Erik Bünger, Roberto Cabot, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova, Chto delat?, Mansour Ciss Kanakassy & Baruch Gottlieb & Christian Hanussek, Com&Com, Minerva Cuevas, Neil Cummings & Marysia Lewandowska, Pauline Curnier Jardin, Manthia Diawara, Ala Ebtekar, Nezaket Ekici, Yara El-Sherbini, Elmgreen & Dragset, Erika & Javier, Doug Fishbone, Brendan Fernandes, Meschac Gaba, Thierry Geoffroy / Colonel, Ghana ThinkTank, Matthias Gommel, Josh Greene with Yangzi, Anawana Haloba Hobøl, Hong Hao, Khosrow Hassanzadeh, Mona Hatoum, Antonia Hirsch, Pieter Hugo, Ashley Hunt, Melanie Jackson, David Jablonowski, Christian Jankowski, Anna Jermolaewa, Jin Shi, JJ XI & Cai Yuan, Jompet, Martin Kippenberger, Agung Kurniawan, Surasi Kusolwong, Will Kwan, Moshekwa Langa, Ben Lewis, Liu Ding, Rafael Lozano-Hemmer, James Luna, Pooneh Maghazehe, Tirzo Martha, Gabriele di Matteo, Miao Xiaochun, Mirza/Butler, Nástio Mosquito, Krisna Murti, Jun Nguyen-Hatsushiba, Ni Haifeng, IRWIN und NSKSTATE.COM, Eko Nugroho, Mattias Olofsson, Adrian Paci, Leila Pazooki, Pavel Pepperstein, Pinky Show, Tadej Pogacar, Elodie Pong, Nusra Latifa Quereshi, Raqs Media Collective, Araya Rasdjarmrearnsook, Navin Rawanchaikul, RYBN, Ho-Yeol Ryu, Ruth Sacks, Chéri Samba, John Smith, Sean Snyder, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, SOSka group, Michael Stevenson, Hito Steyerl, Mladen Stilinovic, Jens M. Stober, Jim Supangkat, Superflex, Stephanie Syjuco, Tsuyoshi Ozawa, Tintin Wulia, The Xijing Men, Xu Bing, Zhou Tiehai

Unterwegs zu einem zeitgemäßen Verständnis des globalen sozialen Wandels

von Roland Benedikter, 28.06.2011, Telepolis

Eine Einladung zur Debatte

Sozialer Wandel bedeutet im Obama-, Wen Jiabao-, Putin-, Sarkozy-, Cameron- und Merkel-Zeitalter nicht mehr nur lokaler, nationaler oder europäischer, sondern immer auch schon globaler Wandel. Mit dem Ende der neokonservativen Bush-Ära ging das Ende des Zeitalters der „monopolaren“ US-Vorherrschaft einher, die seit dem Fall der Berliner Mauer Wirtschaft, Politik und Kultur dominierte. Mit dem Amtsantritt Barack Obamas am 20. Januar 2009 erfolgt eine so seit Jahrzehnten nicht dagewesene Öffnung in Richtung einer multidimensionaleren und vielschichtigeren Welt. Damit ist sowohl eine Veränderung der sozialen Sphäre wie der in sie eingelagerten Kulturstimmung gekennzeichnet.

Die Frage für Zivilgesellschafter, Intellektuelle und Bürger lautet, was das bedeutet. Woran kann man sich in Zeitbezug und Aktualität orientieren? Welche Kernpunkte gilt es im Hinblick auf den sozialen Wandel der Gegenwart zu beachten? Und wie kann man lokale, nationale und internationale Veränderungsfaktoren so zusammenschauen, dass sie für die kreative Arbeit relevant werden?

Eine systemisch ausgerichtete Beobachtung des gegenwärtigen sozialen Wandels ergibt gewisse Grundelemente, an denen im Dickicht der Tagesereignisse und in der Tiefenambivalenz eines schier unübersehbar vielfältigen Veränderungsgeschehens Orientierung möglich ist. Dazu zählen u.a. folgende Elemente: Weiterlesen ‚Unterwegs zu einem zeitgemäßen Verständnis des globalen sozialen Wandels‘

„Kein Schwein interessiert sich für Inflation“

Die Inflation ist ein deutsches Trauma, das alle bewegt – oder doch nicht? Matthias Horx glaubt, dass sich die Bundesbürger kaum Gedanken über die Geldentwertung machen. Im Interview spricht der Zukunftsforscher auch über schwarz-rot-goldene Zukunftsangst und seine Abneigung gegenüber Aktien. Weiter

Vom Lauf der Dinge

Ein Modell zur Krise von Cedric N. (BA Design – Visuelle Kommunikation).

Zu oft setzen wir Krise einer Art Katastrophe gleich. Wir befinden uns im Ungewissen und suchen verzweifelt nach einem Ausweg. Wir finden diesen für gewöhnlich, müssen uns aber rückblickend fragen, ob wir nicht den einfachsten Weg gewählt haben und uns vor etwas Vielversprechendem, etwas Neuem aus Angst verschlossen haben, nur um das existierende System zu bewahren. Diese Angst gilt es zu überwinden, um den Fortschritt nicht hinauszuzögern.

Mein Versuch ist es, ein Paradigma durch ein visualisiertes Krisenmodell laufen zu lassen, wo mich neben dem Prozess auch besonders die Resultate interessieren.

Ein Paradigma—das kann in diesem Zusammenhang jegliche Art von Ding oder Gedanke sein—befindet sich nach der Geburt in einem stabilen, festen Zustand. Es ist neu.

Das Paradigma ist allerdings nicht alleine und wird von vielen Faktoren in seiner Umwelt direkt oder indirekt beeinflusst. Weiterlesen ‚Vom Lauf der Dinge‘

Kaufen für die Müllhalde

von Nicole Zaugg (BA Design – Vertiefung Style&Design)


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Als ich letzte Woche am Abend spät von der Arbeit nach Hause kam, sah ich zufälligerweise die letzten Minuten des Dokufilms „Kaufen für die Müllhalde“. Der Film behandelt das Thema der heutigen Konsumgesellschaft und wie es dazu kam.
Am nächsten Abend habe ich auf der Homepage von Arte den ganzen Film nachgeschaut, weil ich mich täglich mit dem Thema Konsumgesellschaft in Berührung komme aber auch, weil ich fand er passe sehr gut zum laufenden Modul „What’s Next“.

Das Bedürfnis nach Neuem hat sich in der westlichen Gesellschaft derart durchgesetzt, dass wir es als „normal“ empfinden.
Shoppen bezeichnen viele Menschen (dazu gehöre auch ich) als ihr Hobby.  Früher ging ich jeden Samstag oder sogar mehrmals die Woche in den H&M und weitere Läden dieser Art. Ich gab viel Geld für Kleider aus, welche mir nach wenigen Monaten nicht mehr gefielen. Sie waren dann alt, nicht mehr so trendy, meistens waren sie aber auch verzogen, weil die Qualität so mies ist.
Irgendwann habe ich aber damit angefangen, mir vor jedem Kauf die Frage zu stellen, ob ich diese Dinge wirklich brauche,  die da vor mir liegen. Brauchen tu ich sie natürlich nicht. Also verzichte ich auf den Kauf. Weiterlesen ‚Kaufen für die Müllhalde‘

mein Blick auf die Kunst von heute

von Serge Germann (BA Vermittlung von Kunst und Design)

Einige Notizen zur Kunst heute
offener Kunstbegriff
− aufgebrochene und verwischte Grenzen von Genres, Disziplinen, Werten
− Transdisziplinarität
− Stilpluralismus
Vermittlungsbedarf
Institutionalisierung
− zahlreiche Plattformen
− Fördersysteme
− anerkannte Ausbildungen
Ambivalenz
Interessant ist der Einfluss der Ambivalenz, die Gegensatzpaare wie Ironie und Wahrheit, Antiquität und Neuheit, Individuum und Kollektiv, Natur und Technologie mit einschleust und damit zu einer Erweiterung beiträgt.

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