Posts Tagged 'Experiment'

Objekt zur (Finanz-)Krise

ein Kunstobjekt von Thomas Moor (BA Medien&Kunst – Bildende Kunst)

Handliche Hunderternoten zu verschiedenen Verwendungszwecken.
Diese geschredderten Hundertfrankennoten (8. Serie/1995) werden zum Verkauf angeboten. Der Kaufpreis verhält sich linear zum Wert der geschredderten Noten, gemessen wird dieser anhand des Gewichts (eine Hundertfrankennote wiegt 1,099 Gramm). Die meisten angebotenen Portionen bewegen sich zwischen 3 und 5 Gramm (CHF 272.95 bzw CHF 454.95), gerne wird aber natürlich auch auf individuelle Grössenwünsche eingegangen. Für Studierende bieten sich die 1-Gramm-Budget Portions an (CHF 91.00), für Kunstsammlerinnen und Kunstsammler mit grösserem Kunstinteresse werden natürlich auch Deluxe Bags mit bis zu 200 Gramm (CHF 18’198.35) angeboten.
Bei Interesse im weitesten Sinne kontaktieren Sie bitte Thomas Moor (2. Semester VBK ZHdK) unter thomas.moor@zhdk.ch. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.“

Weitere Fotos:  Weiterlesen ‚Objekt zur (Finanz-)Krise‘

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Theater – Ein Selbstversuch

von Nora Schiedt (BA Vermittlung von Kunst und Design)

Das Theater der Zukunft

Das einzige, was ich von meinem letzten Besuch im Theater noch weiss, ist, dass da gar keine richtige Bühne war, sondern nur eine Fläche, von der drei Seiten mit Bänken umrandet waren. Und dass die Schauspieler ihre eigenen Kleider trugen; zum Beispiel T-Shirt, Jeans und Chüeligurt. Auf der Bühne herrschte ein ziemliches Chaos und obwohl Othello eigentlich dunkelhäutig ist, war da kein solcher Mann. Eine Szene, in der ein Akteur während einem Gerangel so weit entblösst wurde, dass ich zweifelte, ob das beabsichtigt war oder nicht, bescherte mir Unbehagen.
Später an jenem Abend, als ich den Theatersaal verliess, war ich der festen Überzeugung, dass das kein gelungenes Erlebnis war; dass entweder ich nichts gerafft habe, oder die Aufführung schlecht war. Ich hatte keinen Schimmer, wie Shakespeare das ehemals gemeint hat mit der Geschichte von Othello, denn gelesen hatte ich das Drehbuch nicht, und die Neuinterpretation forderte meine Aufmerksamkeit anderswo.

Im Rahmen der Projektwoche „What’s next? Kunst nach der Krise“ an der ZHdK sprachen Referenten aus den verschiedensten Bereichen der Kunst zu der mehr oder weniger krisengeprägten Situation und den sich abzeichnenden Tendenzen für die Zukunft. Auch die Lage des Theaters wurde analysiert.

Mit Begeisterung für sein Fach erzählte Imanuel Schipper, dass Bühne und Zuschauerraum längst keine klar getrennten Bereiche mehr seien; dass das Vorhandensein eines Publikums in Theaterstücke eingebaut werden könne. Kabel und Technik würden offengelegt, Tricks kaum mehr vertuscht. Im Theater von heute dürften Schauspieler auch mal ihre Identität behalten und ganz unabhängig von einem Drehbuch ein Paar Sätze ans Publikum richten. Die Grenze zwischen Realität und Bühne würde aufgebrochen. Nicht mehr einzelne Produktionen der Hochkultur stehen im Fokus sondern gesellschaftliche Themen. Zuschauer übernehmen die wichtige Rolle, während der Schauspieler sich selbst bleibt. Weiterlesen ‚Theater – Ein Selbstversuch‘

Ein performatives Experiment zu „What’s Next?“

von Claudia Ginocchio  (BA Vermittlung von Kunst und Design)

„Die Zukunft wird bunt sein….Sie ist nicht in Stein gemeisselt…. Wir können sie mitgestalten.“
Das ist mir besonders geblieben aus  dem „Fazit“, welches wir von dem Designer und Philosophen Basil Rogger erhalten hatten.

Die Woche des Z-Modul mit Studenten aus verschieden Disziplinen der ZHdK und kompetenten Dozenten aus den Bereichen Kunst,  Design, Theater,  Musik, Film, Neue Medien und Philosophie hat extrem viele Inputs und ein flimmerndes und kreisendes Sammelsurium im Kopf veranstaltet. Es hat mich dazu bewogen ebenfalls etwas aus der bunten Mischung dieser kreativen Kräften wiederzugeben. Ich wollte ein  interdisziplinäres Gemeinschaftswerk entstehen lassen und es sollte etwas mit meiner vorherigen Arbeit, der Malerei, zu tun haben. Ich wollte aber auch die Chance der „Neuen Medien“ nicht verpassen. Eine Performance schien mir geeignet, um etwas Neues, Vielfältiges zu verwirklichen.

Das eine ist die Idee, das Konzept, der Entwurf und eine Vorstellung, wie etwas sein könnte. Auf dem Leinwandbild sollte jede/r  Student/in einen Begriff oder ein Symbol als Antwort auf die Frage: „Was kommt nach der Krise?“ schreiben oder zeichnen. Das Thema hat uns die ganze Woche beschäftigt und sollte für alle ohne weiteres möglich sein.

Mit verschiedenen Pinseln, Farben und einem Malkittel sollten sie in die Position des Akteurs steigen und sich beteiligen an dem kooperativen Werk. Weiterlesen ‚Ein performatives Experiment zu „What’s Next?“‘